Elternkind Sommerlager 2007 in Trpanj-Kroatien

Vom 27. Juli bis 13. August 2007

Im Jahr 2005 hatte visualbrain ein Elternkind Sommerlager in Krumau/Waldviertel in Österreich organisiert. Ziel dieser Sommerlager ist das Zusammenkommen von interessierten Familien CODA-Kinder (hörende Kinder gehörloser Eltern) hatten um Informationsaustausch zu nutzen. Auch wurde Angebote organisiert Vorträge und Workshops mit Thema über Erziehung und Kommunikation von CODA-Familien mit Experten zu machen. Den Familien hatte es bei diesem Sommerlager so gut gefallen, dass visualbrain sich entschied das nächste Mal nochmals im Ausland ein Sommerlager durchzuführen. Auf der Suche fiel der Wahl am günstigsten auf Trpanj in Kroatien.

Das Sommerlager war bereits ab 27. Juli belegt, die Familien hatten die Möglichkeit bis zum 31. Juli zu kommen. Dann begann die fixierte Sommerlagerzeitraum inkl. Programm bis zum 10. August, die dann wiederum bis 13. August weiters bleiben möglich war.
Insgesamt sind 13 Familien gekommen, 2 aus Deutschland einer aus der Schweiz, sonst waren alle österreichische Familien. Größtenteils waren die Eltern gehörlos mit hörenden Kindern, bei zwei Familien war es umgekehrt. Insgesamt waren es 21 Erwachsene, 27 Kindern und 13 MitarbeiterInnen (Organisatoren, Vortragender, Betreuerinnen und paar MitarbeiterInnen).

Das Sommerlager war in Trpanj auf der Halbinsel Peljesac, nordwestlich 80km von Dubrovnik. Im Sommer ist es hier bis zu 45° heiß, wir hatten auch fast täglich sehr schönes Wetter gehabt. Der Campingplatz hatte eine eigene Bucht, die zwar kieselsteinige Strand hatte aber nach etwa 50cm Wassertiefe gab es schon feinen Sand.
Der Ort Trpanj war etwa 1km entfernt. Der Weg dorthin führte entweder auf der Straße oder einer schönen Promenade an der Küste entlang.

Der Sommerlager bot wie beim letzten Mal fast täglich Kinderbetreuung von 4 pädagogisch geschulten Mädels Julia, Anna, Karin und Judith. Sie boten Bastelmöglichkeiten, Spiele und Gruppenaktivitäten an. Mitmachen war aber freiwillig, wenn die Eltern einige Ausflüge machen wollten.
Insgesamt gab es auch fünfmal Workshops mit Vorträgen für die Eltern, die von Günther und Claudia in Gebärdensprache geführt wurde. Themen waren Erziehung, Kommunikation und Information für Eltern mit CODA-Kindern und umgekehrt. Dabei wurde auch Diskussionen und Gruppenarbeit geführt.

Ausflüge außerhalb Trpanj haben wir auch gemacht. Die meisten die da zusammen den Ausflug gemacht haben, waren zwei Schifffahrten zu Nachbarinseln.
Der eine dauerte den ganzen Tag und da hatten wir ein eigenes Schiff für uns alleine. Der Fahrt führte etwa über 1 Stunde nach Hvar. Dort konnten wir ein Spaziergang machen und währenddessen hat man auf dem Schiff Mittagessen vorbereitet (Fisch und alternative Gebratenes für Kinder mit Beilagen). Nachher sind wir zu einem kleinen Hafen in Duba (nächster Ort von Trpanj) und haben den Nachmittag mit Schwimmen verbracht. Vor dem Abend sind wir dann wieder mit dem Schiff zurückgefahren. Einmal HURRA hat Georg ein Fischchen beim Fischen gefangen, der keine 7cm lang war…
Das andere Mal war ebenfalls ein Schifffahrt nach Korcula, wo wir zunächst mit dem Auto auf die andere Seite der Insel Peljesac zum Dorf Orebic fuhren. In Korcula soll angeblich Marco Polo gewesen sein, die kleine Stadt war aber sehr schön und bot feine kulinarische Spezialitäten an.

Einmal haben wir eine Diskothek in Trpanj mit den Kindern besucht, die den Kindern sehr gefielen. Für GL ein bisschen doof, da alles aus Stein war und viel zu wenig Vibration für Körperfühlen möglich war.
Auch konnten wir aus der Stadt ein Quad leihen, wo Mütter oder Väter mit einer ihrer Kinder auf den Feldwegen in der Nähe querfeldein über stock und Stein fahren konnten. Das war spaßig.

Achja, schwimmen waren wir auch jeden Tag ;-) Der Bucht wo der Campingplatz war hatte eine Felsenerhebung am Rande zum Meer. Die wurde fürs Schwimmen „hin und zurück“ genutzt. Ein Örtchen zum „andrecken“ mit Schlamm – das angeblich die Haut fein macht – spielten sogar die Kinder mit.
Und Fischen waren mancheiner Herren auch, doch der Erfolg war spärlich geblieben. Warum auch? Denn beim Sommerlager gab es jeden Tag Frühstück, Mittagessenleckereien (Fische, Österreichisches etc.) und auch immer Abendessen. Nur der Bier war etwas komisch, klar die besten Biere gibt’s nur in Österreich.

Abschlussfeierchen machten wir auch. Gruppenspiele mit den Kindern um den besten Platz wurde organisiert, man musste Schnitzeljagd mitmachen.
Am Abend gab es dann ein Männerwettkampf, wer den Frauen am besten gefiel. Die Damen ließen sich da großartige Einfälle: Oberkörperentblößung (da gab es nicht viel zu sehen, typische Väter waren „Bierbauchbestückt“), Liegestützen machen (das war gemein!), Küssen auf weibliches Haut mit Niveacreme und so Sachen. Aber lustig war es auf jeden Fall.

Die Abreise nutzten die meisten Familien die Fähre nach Ploece. Beim herfahren sind manche Familien mit dem Auto 120km über Festland zum Halbinsel gefahren, wobei die Fähre etwa 15km brauchte.
Fast 2 Wochen waren genug und schön denken wir, war es auch. Nur die Organisatoren machten die meisten Arbeit ;-)
Ein nächstes Mal steht in den Sternen.

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